Familie heute - ein spannendes Thema der Generationen

Vertreter der Jungen Union und der Senioren-Union des Kreises Meißen trafen sich im Gespräch mit Dr. Hans Geisler zu diesem Thema, das der lebenserfahrene Referent, vormaliger langjähriger sächsischer Sozialminister und stellvertretender Ministerpräsident, auch unter der Überschrift "Lust auf Familie" sah.

Gemeinsam war man sich klar: jedes Kind braucht sowohl Mutter als auch Vater, sollte durch beide geliebt, gefördert, geprägt werden. Nur so kann es später selbst in einer eigenen Familie jene Werte vermitteln, die für eine zukunftsfähige und stabile Gesellschaft unverzichtbar sind. Hinter der Formulierung einer sog. "eheähnlichen Partnerschaft" sehen die Versammelten einhellig eine gezielt irreführende Verschleierung einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, die mit einer Ehe auch nicht vergleichsweise etwas zu tun hat, denn die Ehe ist eben etwas anderes als eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

Gerade in den ersten Lebensjahren ist der persönliche Kontakt zu einer liebevollen Bezugsperson besonders wichtig und schwerlich durch wechselnde Betreuer, etwa in einem Kindergarten, ersetzbar. Bereits in dieser Zeit gilt es, Vertrauen aufzubauen und Bindungsfähigkeit am Beispiel zu erleben und selbst zu entwickeln.

Beruf und Familie sind auch in einer Ehe wesentliche Lebensphasen, die zeitgemäß und partnerschaftlich in einer Familie gestaltet werden sollen. Die Karriere dem Kinderwunsch überzuordnen entpuppt sich als Trugschluss, da mit einem partnerschaftlichen Miteinander Karriere und Beruf vereinbar ist.

In der lebhaften Diskussion kam u. a. der Vorschlag, Alternativen zu Abtreibungen - wie zum Beispiel durch Adoptionen von ungewollten Babies - zu unterstützen. Bei allem war man sich einig: zur Freiheit der eigenen Lebensgestaltung gehört auch eine weitreichende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die Fähigkeit und Bereitschaft, Vorbild zu sein.

Jk/Fk 14.05.15