Meißner Senioren – Union geht aufs Wasser - das Boot ist voll

Mehr zufällig hatte die Meißner Senioren-Union ihre sommerliche Elbeschifffahrt mit dem Motorschiff „Bosel“ kurz nach den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland angesetzt. Das Wetter war dann auch, wie es sich bei unseren Wahlen ergeben hatte: die Sonne schien, leichte Wolken verhinderten den übermut eines Sonnenbrandes, es kamen soviel mit, wie erwartet, lebhafte Gespräche machten den Blick frei in die schöne Landschaft um uns herum, auch in die Zukunft. Dass Prognosen zu Wetter und Wahlen mit Vorsicht zu genießen sind, auch immer wieder zu Vorurteilen und fragwürdigem Verhalten führen können, fanden alle "alten Hasen" wieder einmal bestätigt.
Wir waren jedenfalls stabil an Bord, das Boot war voll – wie es einst ein sozialdemokratischer Innenminister in weitem Sinne sagte. Alle erfreuten sich der auch für Einheimische immer wieder wunderschönen Landschaft elbauf- und abwärts von Coswig bis zum Blauen Wunder.

Kein Wunder, wenn in dieser Zeit die Dresdner Brücken ein viel diskutiertes Thema wurden. Es ist durchaus angebracht, sich einmal von der Elbe aus, also von den Grundpositionen her, die Brückenfundamente kritisch zu beäugen, darüber nachzudenken, wie denn die täglich erforderlichen Elbequerungen erfolgen sollen, wenn die notwendigen Reparaturen vom Blauen Wunder bis zur Carolabrücke zu Verkehrseinschränkungen führen. Ob es dann nicht etwa so, wie vor Jahren bei der Autobahn A17 nach Prag, sein wird: alle nutzen sie gern, wie selbstverständlich und dankbar bis beschämt, als ob früher nicht heftig dagegen aufgemotzt worden wäre - die neue Brücke am Waldschlösschen?
Fundamente unserer parlamentarischen Demokratie sind natürlich die Wahlen, aber in besonderem Maße auch die Mitwirkungsbereitschaft im Ehrenamt. Die Meißner Senioren sind jedenfalls dran und dabei – auf der Elbe, bei den Wahlen und bei ehrenamtlicher Arbeit, auch und vor allem für die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Dr. Rainer Jork

Radebeul, den 11.09.2009